Sehschärfenmessung (Visusbestimmung, Sehtest)
Was ist das?
Die zentrale Sehschärfe, auch als Visus bezeichnet, beschreibt
die Fähigkeit des Auges, zwei nahe beieinander liegende Punkte
voneinander getrennt wahrzunehmen. Die volle Sehschärfe ist
bei einem Visus von 1,0 oder 100 Prozent erreicht. Junge Menschen
erreichen oft einen höheren Wert und damit eine bessere Sehschärfe.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Sehschärfe ab. Für die
meisten Tätigkeiten des täglichen Lebens ist eine Sehschärfe
von 0,5 bis 0,6 ausreichend.
Man unterscheidet zwischen dem sogenannten Nahvisus und Fernvisus.
Der Nahvisus entspricht der Sehschärfe in einer Entfernung
von etwa 30 Zentimetern und wird beispielsweise zum Lesen benötigt.
Der Fernvisus ist die Sehschärfe ab einer Entfernung von einem
Meter.
Zur Untersuchung der Sehschärfe werden meist Sehzeichen verwendet:
der Patient liest schwarze Buchstaben, Zahlen oder so genannte Landolt-Ringe
in verschiedenen Größen und in bestimmter Anordnung auf
einem weißen Hintergrund ab.
Ist der Visus infolge einer Fehlsichtigkeit (Kurzsichtigkeit,
Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung)
beeinträchtigt, wird die Sehschärfenprüfung in der
Regel mit Brille (oder entsprechenden vorgesetzten Gläsern)
durchgeführt.
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