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PRK/LASEK

Die PRK und ihre Weiterentwicklung, die LASEK werden heute in der Regel nur bei bestimmten Patientengruppen eingesetzt, wie z. B. bei Kurzsichtigen mit dünner Hornhaut, bei denen eine LASIK nicht möglich ist. Beide Verfahren haben gegenüber der LASIK-Methode auch Nachteile, die im folgenden diskutiert werden. PRK ist die Abkürzung für den Begriff der „Photorefaktiven Keratektomie“. Dabei wird direkt auf der Hornhautoberfläche, nach Ablösung der aller obersten Schicht, des Hornhautepithels, mit dem Excimer-Laser Gewebe abgetragen und der Sehfehler ausgeglichen. Der Unterschied zur LASIK ist, dass keine Hornhautlamelle, der so genannte „Flap“ erzeugt wird.

Die ganz oberflächliche Hornhautschicht wird zunächst entfernt. Anschließend erfolgt die Laserbehandlung. Kurzsichtigkeit kann bis zu -6,0 dpt, Weitsichtigkeit bis zu +3,0 dpt und Hornhautverkrümmung bis zu -3,0 dpt ausgeglichen werden. Die anschließend auf der Hornhaut entstehende größere Wundfläche kann jedoch zu erheblichen Beschwerden wie z. B. Schmerzen führen. Eine leichtere bis schwere Narbenbildung kann auftreten, sodass mit Kortisonaugentropfen über einen längeren Zeitraum vorbeugend behandelt werden muss. Auch stellt sich eine verbesserte Sehkraft erst langsam im Verlauf von Tagen oder Wochen ein. Bei der LASIK-Methode ist der Vorteil der, dass die Wunde in der Tiefe der Hornhaut durch das „Deckelchen“ geschützt wird, so dass praktisch keine Schmerzen entstehen, eine Narbenbildung nicht auftritt und sich das verbesserte Sehvermögen sehr rasch einstellen kann. Bis zur Abheilung der Wundfläche wird bei der PRK häufig eine weiche Kontaktlinse eingesetzt, um die Schmerzen zu lindern.

Die Weiterentwicklung der PRK ist die LASEK (Laser Epitheliale Keratomileusis). Hier wird die oberflächliche Schicht, das Hornhautepithel, nicht entfernt, sondern vom Operateur so präpariert, dass es zur Seite geschoben werden kann, um nach erfolgter Laserbehandlung wieder als Wundschutz auf die Wundfläche gelegt zu werden. Es wird also kein vollständiges Hornhautdeckelchen wie bei der LASIK erzeugt, sondern nur eine dünne Schicht Hornhautepithel belassen. Auch hier wird wie bei der PRK eine Kontaktlinse für die ersten Tage eingesetzt.

Vorteile der LASEK gegenüber der PRK sind die meist deutlich geringeren Schmerzen als bei der PRK, jedoch immer noch mehr als bei der LASIK. Raschere Sehkrafterholung bei der LASEK gegenüber der PRK, aber immer noch langsamer als bei der LASIK. Gefahr der Narbenbildung bei LASEK und PRK deutlich höher als bei der LASIK. Insbesondere wegen der Gefahr der Narbenbildung sollte bei der LASEK wie auch bei der PRK die oben genannten Grenzen der Fehlsichtigkeit nicht überschritten werden.

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