Sehprobleme
Bildverzerrung
Eine Verzerrung des Bildes kann auftreten, wenn die Stelle des schärfsten Sehens (Makula) verformt ist und so den Eindruck eines verzerrten Bildes vermittelt. Die Verzerrungen werden dann auch im Amsler-Test wahrgenommen. Dies kann z. B. bei Wassereinlagerungen in der Makula der Fall sein oder wenn Glaskörperanheftungen oder feinste Membranen Zug auf die Makula ausüben.
Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
Die Bindehaut kann im Rahmen von Allergien (Pollen, Staub, Heuschnupfen) oder anderer Reize wie Fremdkörper oder Chemikalien entzündlich reagieren. Darüber hinaus gibt es virale (s. auch Information zum Adeno-Schnelltest) oder bakterielle Infektionen der Bindehaut, die auch ansteckend sind. Je nach der Ursache unterscheidet sich die Behandlung. Neben Augentropfen zur Bekämpfung der Ursache sollten auf jeden Fall allgemeine hygienische Maßnahmen (Händewaschen, etc.) zur Vermeidung einer Übertragung beachtet werden.
Eingeschränktes Gesichtsfeld
Als Gesichtsfeld bezeichnet man den Bereich, in dem ein Mensch Gegenstände oder Bewegungen wahrnehmen kann, ohne Augen, Kopf oder Körper zu bewegen. Bestimmte Erkrankungen des Auges oder auch der Sehbahn können zu Einschränkungen dieses Gesichtsfeldes führen. Tritt die Gesichtsfeldeinschränkung sehr langsam ein, z. B. bedingt durch einen Grünen Star (Glaukom) oder einen Hirntumor, so kann sie durchaus unbemerkt fortschreiten. Plötzliche Gesichtsfeldeinschränkungen, z. B. durch eine Netzhautablösung, werden meist sofort vom Patienten wahrgenommen.
Eintrübung des Bildes
Eine „Eintrübung des Bildes“, oft auch als „Verschleiertsehen“ bezeichnet, kann durch Trübung der normalerweise klaren Anteile des Auges entstehen. Dazu gehören die Hornhaut, die Augenlinse und der Glaskörper. Die häufigste Ursache ist eine - meist altersbedingte - Eintrübung der Augenlinse (Grauer Star). Durch Entfernung der trüben Linse und Einpflanzung einer klaren Kunstlinse kann dem Patienten schnell geholfen werden (Staroperation). Seltener wird ein Verschleiertsehen durch entzündliche oder degenerative Erkankungen der Hornhaut bzw. Glaskörpertrübungen oder -einblutungen verursacht.
Nahsichtprobleme
Bei jedem Menschen tritt im Alter von 40 - 45 Jahren aufgrund eines natürlichen Alterungsprozesses der Augenlinse die sog. Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) ein. Diese äußert sich darin, dass das Objekte in der Nähe, wie z. B. die Zeitung, ein Buch oder eine Handarbeit, verschwommen und unscharf erscheinen. Darüber hinaus kann das Sehen in der Nähe bei bestimmten Netzhauterkrankungen beeinträchtigt sein, vor allem wenn die Stelle des schärfsten Sehens (Makula) mit betroffen ist. Veränderungen an der Makula können nach Operationen und im Rahmen von Entzündungen oder Infektionen auftreten. Am häufigsten ist jedoch die altersbedingte Makuladegeneration.
Schwankende Sehschärfe
Eine schwankende Sehschärfe kann z. B. durch eine Benetzungsstörung bedingt sein. Besonders Kontaktlinsenträger klagen oft über„trockene Augen“, bei denen nicht unbedingt die absolute Tränenmenge, sondern vielmehr die Zusammensetzung und Qualität der Tränenflüssigkeit verändert ist. Aber auch „systemisch“, d. h. den gesamten Körper betreffende Ursachen wie niedriger Blutdruck, anderweitige Durchblutungsstörungen, Diabetes oder Hormonschwankungen können zu Schwankungen in der Sehschärfe führen.